Katharina Liensberger

Katharina Liensberger Ski Alpin
beim City Event in Stockholm am 19. Februar 2019
Liensberger beim City Event in Stockholm, Februar 2019
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 1. April 1997 (23 Jahre)
Geburtsort Feldkirch, Österreich
Größe 164 cm
Karriere
Disziplin Slalom, Riesenslalom
Verein Skiclub Rankweil
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
EYOF 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Junioren-WM 0 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber Pyeongchang 2018 Mannschaft
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
Silber Åre 2019 Mannschaft
Gold Cortina d’Ampezzo 2021 Slalom
Gold Cortina d’Ampezzo 2021 Parallel
Bronze Cortina d’Ampezzo 2021 Riesenslalom
Olympische Ringe Europäisches Olympisches Jugendfestival
Gold Vorarlberg/Liechtenstein 2015 Mannschaft
Bronze Vorarlberg/Liechtenstein 2015 Riesenslalom
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Silber Åre 2017 Riesenslalom
Silber Åre 2017 Mannschaft
Silber Davos 2018 Riesenslalom
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 12. Jänner 2016
 Gesamtweltcup 12. (2018/19)
 Riesenslalomweltcup 12. (2018/19)
 Slalomweltcup 3. (2019/20)
 Parallelweltcup 16. (2020/21)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 0 0 1
 Slalom 0 3 4
letzte Änderung: 20. Februar 2021

Katharina Liensberger (* 1. April 1997 in Feldkirch,[1] Vorarlberg) ist eine österreichische Skirennläuferin. Sie gehört seit 2018 der Nationalmannschaft[2] des Österreichischen Skiverbandes an und startet in den technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang und bei der Ski-WM 2019 in Åre gewann Liensberger mit dem österreichischen Team die Silbermedaille im Mannschaftsbewerb. Bei der Ski-WM 2021 in Cortina d’Ampezzo gewann sie im erstmals ausgetragenen Parallel-Riesenslalom (ex-aequo mit Marta Bassino) und im Slalom jeweils die Goldmedaille sowie im Riesenslalom die Bronzemedaille.

Karriere

Katharina Liensberger besuchte von 2003 bis 2007 die Volksschule in ihrem Heimatdorf Göfis. Anschließend besuchte sie von 2007 bis 2009 das Bundesgymnasium Feldkirch, ehe sie im Herbst 2009 an die Skihauptschule in Schruns wechselte und in der Folge von 2011 bis 2016 das Skigymnasium Stams absolvierte. Sie macht eine Ausbildung beim Bundesministerium für Finanzen im Zollwesen.

2015 gewann sie Bronze im Riesenslalom, sowie Gold im Mannschaftswettbwerb beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival in Malbun. Liensberger gab beim Nachtslalom in Flachau im Jänner 2016 ihr Weltcupdebüt. Dort kam sie allerdings nicht in die Punkteränge. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2016 in Sotschi startete sie in allen Disziplinen und erreichte als bestes Resultat einen siebten Platz im Slalom. Ihren ersten Sieg bei einem Europacup Rennen erreichte sie am 29. November 2017 bei einem Slalom in Funäsdalen. Beim Slalom am Semmering gewann sie am 29. Dezember 2016 mit Rang 22 erstmals in ihrer Karriere Weltcuppunkte.

Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2017 in Åre gewann Liensberger die Silbermedaille im Riesenslalom und im Mannschaftswettbewerb. Am 3. Jänner 2018 fuhr die damals 20-Jährige im Weltcup-Slalom von Zagreb mit der hohen Startnummer 35 auf Rang 8 und somit erstmals in die Top Ten eines Weltcuprennens. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2018 in Davos gewann sie am 30. Jänner im Riesenslalom hinter ihrer Teamkollegin Julia Scheib die Silbermedaille und sicherte sich damit die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Südkorea.[3][4] Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, im erstmals ausgetragenen Mannschaftswettbewerb, gewann sie am 24. Februar im österreichischen Team mit die Silbermedaille.[5]

Am 8. Jänner 2019 gelang ihr mit Rang drei beim Nachtslalom in Flachau erstmals ein Weltcup-Podestplatz, da die zuvor drittplatzierte Anna Swenn-Larsson wegen eines Einfädlers nachträglich disqualifiziert wurde.[6] Bei der Weltmeisterschaft 2019 in Åre gewann Liensberger die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb, im Slalom belegte sie den vierten Platz.

Kurz vor dem Start in die Weltcup-Saison 2019/20 wollte sie von Rossignol- zu Kästle-Ski wechseln, konnte aber keinen vom ÖSV geforderten Schuhausrüstervertrag vorweisen.[7] In Lienz stand Liensberger am 28. Dezember erstmals auch im Riesentorlauf-Weltcup auf dem Podest und landete auf dem dritten Rang.[8]

Zu Beginn der Saison 2020/21 stand Liensberger im November 2020 in Levi zweimal als Dritte auf dem Podest.[9] Am 29. Dezember 2020 erreichte sie beim Slalom am Semmering erstmals den zweiten Platz.[10] Beim darauffolgenden Slalom in Zagreb konnte sie diesen Erfolg wiederholen.[11] Im Nachtslalom in Flachau erreichte sie am 12. Jänner zum dritten Mal hintereinander den zweiten Platz.[12] Nach 5 von 9 Rennen lag Liensberger damit im laufenden Slalom-Weltcup mit 360 Punkten hinter der Slowakin Petra Vlhová (400 Punkte) an der zweiten Stelle.

Weltmeisterschaft 2021

Am 16. Februar 2021 holte sich Liensberger bei der Weltmeisterschaft 2021 in Cortina d’Ampezzo im Parallel-Riesenslalom ex-aequo mit der Italienierin Marta Bassino die Goldmedaille und somit ihre erste Einzelmedaille nach Team-Silber 2019 in Åre.[13] Zwei Tage später gewann sie etwas überraschend Bronze im Riesenslalom und im abschließenden Slalom am 20. Februar konnte sich die 23-Jährige mit Laufbestzeit in beiden Durchgängen ihren zweiten Weltmeistertitel sichern.[14]

Persönliches

Liensberger ist liiert und lebt in Göfis, Vorarlberg.[15]

Erfolge

Olympische Spiele

Weltmeisterschaften

Weltcup

  • 27 Platzierungen unter den besten zehn, davon 8 Podestplätze

Weltcupwertungen

Saison Gesamt Riesenslalom Slalom Parallel
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2016/17 106. 15 44. 15
2017/18 36. 206 34. 20 14. 186
2018/19 12. 483 12. 133 7. 350
2019/20 16. 401 13. 108 3. 276 26. 17
2020/21 16. 15

Europacup

  • Saison 2016/17: 10. Gesamtwertung, 5. Riesenslalomwertung, 9. Slalomwertung
  • 9 Podestplätze, davon 2 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
29. November 2017 Funäsdalen Schweden Slalom
2. März 2018 Zinal Schweiz Riesenslalom

Juniorenweltmeisterschaften

Weitere Erfolge

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Olympic Team Austria – LIENSBERGER Katharina. ÖOC, abgerufen am 8. Februar 2018.
  2. Einteilung Kader. In: www.oesv.at. Archiviert vom Original am 11. Dezember 2016; abgerufen am 5. April 2018.
  3. Liensberger und Hirschbühl lösen Olympia-Ticket (28. Jänner 2018)
  4. Junioren-WM: ÖSV-Doppelsieg im Riesenslalom (30. Jänner 2018)
  5. Katharina Liensberger holt Silber mit dem ÖSV-Team (24. Februar 2018)
  6. Vlhova stoppt Shiffrins Slalom-Serie, sport.orf.at, 8. Jänner 2019.
  7. Liensberger hängt in Schuhfalle fest (5. Oktober 2019)
  8. 63. Weltcupsieg für Shiffrin, Liensberger in Lienz Dritte (28. Dezember 2019)
  9. ÖSV-Torläuferin Katharina Liensberger will noch mehr
  10. Liensberger schrammt an erstem Sieg vorbei, sport.orf.at, 29. Dezember 2020.
  11. Liensberger erneut hauchdünn besiegt, sport.orf.at, 3. Jänner 2021.
  12. Liensberger nur von Shiffrin bezwungen, sport.orf.at, 3. Jänner 2021.
  13. Liensberger holt doch Gold bei Premiere, sport.orf.at, 16. Februar 2021.
  14. Liensberger fährt mit Gala zu Slalom-Gold, sport.orf.at, 20. Februar 2021.
  15. ÖSV-Star im Liebesglück (20. Juli 2020)

Information

Der Artikel Katharina Liensberger in der deutschen Wikipedia belegte im lokalen Ranking der Popularität folgende Plätze:

Der präsentierte Inhalt des Wikipedia-Artikels wurde im 2021-02-25 basierend auf extrahiert https://de.wikipedia.org/?curid=9692951