Interstellar

Film
Deutscher TitelInterstellar
OriginaltitelInterstellar
Hr Interstellar 1.jpg
Produktionsland Vereinigte Staaten,
Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2014
Länge 169 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Christopher Nolan
Drehbuch Jonathan Nolan,
Christopher Nolan
Produktion Christopher Nolan,
Emma Thomas,
Lynda Obst
Musik Hans Zimmer
Kamera Hoyte van Hoytema
Schnitt Lee Smith
Besetzung
Synchronisation

Interstellar ist ein US-amerikanisch-britischer Science-Fiction-Film unter der Regie von Christopher Nolan aus dem Jahr 2014. Der Film spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Menschheit die Erde verlassen muss und ein neues Zuhause auf einem anderen Planeten sucht.

Nolan überarbeitete das Drehbuch seines Bruders Jonathan, das dieser 2007 für die Produzentin Lynda Obst und Paramount Pictures verfasst hatte[3], und produzierte Interstellar mit Obst und Emma Thomas. Die Finanzierung und Vermarktung übernahmen Paramount Pictures und Warner Bros. gemeinsam. Der spätere Physiknobelpreisträger Kip Thorne wirkte als wissenschaftlicher Berater sowie Executive Producer mit.[4]

Der Film feierte seine Premiere am 26. Oktober 2014 in Los Angeles. Er startete am 5. November 2014 in den Vereinigten Staaten in ausgewählten Kinos und einen Tag darauf in den deutschsprachigen Ländern.[5][6] Von der Filmkritik wurde Interstellar unterschiedlich aufgenommen, einheitlich wurde die visuelle Umsetzung von wissenschaftlichen Theorien gelobt. An den Kinokassen war der Film mit einem weltweiten Einspielergebnis von 702 Mio. US-Dollar ein Erfolg.[7] Für seine visuellen Effekte wurde Interstellar mit dem Oscar und dem British Academy Film Award ausgezeichnet.[8]

Handlung

In einer zeitlich nicht definierten Zukunft ist das Leben auf der Erde so stark gefährdet, dass die Zukunft der Menschheit bedroht ist. Die industrielle Zivilisation befindet sich im Niedergang. Die Menschheit konzentriert sich vorwiegend auf die Produktion von Nahrungsmitteln, deren Anbau jedoch durch sich immer weiter ausbreitende Pflanzenkrankheiten (beispielsweise Mehltau) zunehmend erschwert wird. Außerdem leiden die Menschen unter starken Staubstürmen und sich generell verschlechternden Umweltbedingungen.

Die NASA gibt es offiziell nicht mehr, da großtechnische Aktivitäten wie die Raumfahrt als schädlich und zu teuer angesehen werden. Sie operiert jedoch ohne Wissen der Öffentlichkeit weiter. 48 Jahre vor dem Einsetzen der Filmhandlung wurde in der Nähe des Planeten Saturn ein Wurmloch entdeckt, das in eine andere Galaxie zu einem Planetensystem um ein Schwarzes Loch führt. Im Rahmen eines Programms namens Lazarus wurden zehn Jahre vor der Filmhandlung zwölf Wissenschaftler durch das Wurmloch geschickt. Sie sollten dort bewohnbare Planeten finden, auf denen Menschen siedeln können. Aus dem Wurmloch können nur rudimentäre Signale empfangen werden. Von drei der Astronauten des Lazarus-Programms (Miller, Mann und Edmunds) wurden Daten empfangen, die darauf hindeuten, dass diese bewohnbare Planeten gefunden haben.

Der Ingenieur und ehemalige NASA-Pilot Cooper bewirtschaftet nach dem Ende des Raumfahrtprogramms eine Farm. Seine zehnjährige Tochter Murphy glaubt, in ihrem Zimmer Botschaften von einem „Geist“ zu empfangen. Die unterschiedlich breiten Lücken im Bücherregal, welche die vom „Geist“ herausgestoßenen Bücher hinterlassen haben, werden von ihr als Morsezeichen interpretiert. Eines Tages entdeckt sie nach einem Staubsturm in ihrem Zimmer unerklärliche Spuren im Staub. Durch einen Münzwurf zeigt Cooper, dass eine Schwereanomalie die Spuren hervorruft. In diesen erkennt Cooper binär dargestellte Koordinaten, welche ihn und seine Tochter zu einem geheimen NASA-Standort führen. Dort angelangt offenbart Professor Brand, der Leiter der NASA, deren geheime Tätigkeit und dass es eine weitere Mission durch das Wurmloch mit dem Raumschiff Endurance geben wird. Brand glaubt, dass der unbekannte Erzeuger der Schwereanomalien Cooper als Kommandanten der Endurance ausgewählt hat. Die neue Mission soll den Signalen von Miller, Mann und Edmunds nachgehen und Gewissheit darüber bringen, ob die entdeckten Planeten tatsächlich für die menschliche Besiedlung geeignet sind.

Professor Brand arbeitet seit Jahrzehnten an einer Theorie, mit der Quantenphysik und Gravitation vereint werden sollen (siehe auch: Quantengravitation, Große vereinheitlichte Theorie). Dies würde es ermöglichen, eine große Zahl von Menschen mithilfe einer bereits auf der Erde gebauten Raumstation (siehe O’Neill-Kolonie) durch das Wurmloch auf einen neuen Planeten zu bringen. Dies ist der von Professor Brand erdachte Plan A zur Rettung der Menschheit. Allerdings hat Brand nach eigener Aussage die Theorie bislang nicht vollenden können. Falls dies nicht gelingt, tritt Plan B in Kraft, der lediglich vorsieht, tiefgefrorene befruchtete menschliche Eizellen zu einem neuen Planeten zu bringen und dort eine neue Population von Menschen heranzuziehen. Diese Eizellen werden von der Endurance mitgeführt. Cooper tritt die Mission unter einer Voraussetzung an: Brand soll seine Theorie vollenden, damit Plan A umgesetzt und Coopers Familie gerettet werden kann.

Seine Tochter Murphy will nicht, dass er weggeht. Auch der „Geist“ bekräftigt sie darin durch eine erneute Botschaft: „Bleib!“ Murphy weigert sich, sich von ihrem Vater zu verabschieden, und sendet ihm, anders als sein Sohn Tom, zunächst keine Videobotschaften zur Endurance. Cooper wird auf der Mission von der Wissenschaftlerin Dr. Amelia Brand (Professor Brands Tochter), den Wissenschaftlern Romilly und Doyle sowie von den beiden Robotern TARS und CASE begleitet, welche über eine künstliche Intelligenz verfügen.

Der zuerst angesteuerte, von Miller erforschte Planet befindet sich in der Nähe des Schwarzen Lochs Gargantua. Wegen der gravitationsbedingten Zeitdilatation entspricht eine Stunde auf dem Planeten sieben Jahren außerhalb des unmittelbaren Einflussbereichs der Gravitation des Schwarzen Lochs. Cooper, Amelia und Doyle begeben sich mit einem Shuttle auf die Oberfläche des Planeten und damit in den Einflussbereich der Zeitdehnung, während Romilly im Schiff zurückbleibt. Auf dem kniehoch mit Wasser bedeckten Planeten finden sie lediglich die Trümmer von Millers Raumschiff. Kurz darauf stellt sich heraus, was das Raumschiff zerstörte: Über die Oberfläche des Planeten ziehen stündlich berghohe Wellen. Als Cooper eine herannahende Welle bemerkt, will Amelia noch einen Datenträger aus den Trümmern von Millers Wrack bergen. Dabei wird sie von einem Trümmerteil eingeklemmt und muss von CASE gerettet werden. Zwar gelangen CASE und Amelia rechtzeitig zurück ins Schiff, Doyle wird jedoch von der Welle davon gespült, die auch das Schiff beschädigt. Knapp vor der nächsten Welle können Cooper und Amelia starten und zum Mutterschiff zurückkehren. Dort sind inzwischen mehr als 23 Jahre vergangen, die Romilly im Kälteschlaf und mit dem Studium des Schwarzen Lochs verbracht hat.

Der nächste von der Endurance angesteuerte Planet ist nach den vom Astronauten Mann gesendeten Daten für eine Besiedlung geeignet. Mann hat im Kälteschlaf überlebt, doch die Eiswüste des Planeten erweist sich ebenfalls als unbewohnbar. Mann hat bewusst falsche Daten gesendet, um eine weitere Mission anzulocken und gerettet zu werden.

Murphy, die inzwischen so alt wie ihr Vater bei seinem Aufbruch ist, arbeitet seit langem mit Professor Brand zusammen. Auf dem Sterbebett gesteht ihr Brand, bereits vor Jahrzehnten erkannt zu haben, dass seine Theorie nicht vollendet werden kann. Er hat dies geheim gehalten, weil er dem Überleben der Menschheit als Spezies durch Plan B Vorrang eingeräumt hat. Lediglich Mann hat davon gewusst. Durch eine Videobotschaft Murphys erfahren Cooper und Amelia von der Täuschung.

Mann gesteht Cooper, gefälschte Daten geschickt zu haben, und versucht, Cooper zu töten, der aber von Amelia in letzter Sekunde gerettet werden kann. Allerdings kommt kurze Zeit später Romilly ums Leben, als er auf das Datenarchiv von Manns deaktiviertem Roboter KIPP zugreift. Dieser wurde augenscheinlich zuvor von Mann manipuliert und explodiert. Mann flieht mit einem Shuttle zur Endurance, die sich im Orbit um den Planeten befindet. Bei dem Versuch, manuell anzudocken, stirbt Dr. Mann infolge einer Explosion. Durch das fehlgeschlagene Manöver wird die Endurance stark beschädigt. Cooper und Amelia gelingt es jedoch, mit ihrem Shuttle anzudocken und das Raumschiff wieder unter Kontrolle zu bringen.

Cooper und Amelia beschließen nun, den von dem Astronauten Edmunds entdeckten Planeten anzusteuern. Da nur wenig Treibstoff verblieben ist, kann der Planet nur mittels eines Swing-by-Manövers um Gargantua erreicht werden. Um die erforderliche Geschwindigkeit zu erreichen, müssen während des Swing-by außerdem zwei Shuttles abgestoßen werden. An Bord dieser Shuttles befinden sich der Roboter TARS und Cooper. TARS soll bei dem Manöver versuchen, Daten über das Schwarze Loch zu sammeln, die doch noch zur Vollendung der Theorie von Prof. Brand führen können. Amelia verbleibt mit CASE ungewollt allein in der Endurance auf dem Weg zu Edmunds’ Planeten.

Cooper und TARS dringen mit ihren Shuttles in den Ereignishorizont von Gargantua ein. Statt durch die Gezeitenkraft des Schwarzen Lochs zerrissen zu werden, finden sie sich in einem riesigen Tesserakt wieder, in dem das Zimmer von Coopers Tochter Murphy im Farmhaus zu verschiedenen Zeitpunkten vorhanden zu sein scheint. Cooper spekuliert, dass der Tesserakt und das Wurmloch nicht von unbestimmten „Wesen“ geschaffen wurden, sondern von Menschen der Zukunft, die sich zu fünfdimensionalen Wesen weiterentwickelt haben und dadurch in der Lage sind, sich nach Belieben durch die Zeit zu bewegen und die Gravitation zu manipulieren.

Cooper begreift, dass er durch Manipulation der Schwerkraft mit seiner Tochter in der Vergangenheit kommunizieren kann: Murphys „Geist“ ist kein anderer als er selbst. Cooper übermittelt die Botschaften, welche die zehnjährige Murphy empfangen hat, darunter das „Bleib!“ und die Koordinaten der NASA-Zentrale. Dann meldet sich TARS bei Cooper. TARS hat im Inneren des Schwarzen Lochs die Daten gesammelt, die zur Vollendung von Prof. Brands Theorie notwendig sind. Cooper übermittelt diese der erwachsenen Murphy über den Sekundenzeiger einer Armbanduhr, die er ihr vor seinem Weggang geschenkt und die sie als Andenken an ihren Vater aufbewahrt hat. Nachdem die Botschaften übermittelt worden sind, verschwindet der Tesserakt. Murphy gelingt tatsächlich die Vollendung der Theorie und damit eine Vereinigung von Relativität und Quantenphysik, wodurch die Menschen von der Erde evakuiert werden können. Cooper und TARS stranden am Eingang des Wurmlochs in der Nähe des Saturn.

Cooper kommt kaum gealtert in einem Krankenbett zu sich. Er erfährt, dass er sich auf einer riesigen Raumstation befindet. Ein Arzt sagt ihm, er sei inzwischen 124 Jahre alt, obwohl auf seinem Raumflug für ihn relativ gesehen nur wenig Zeit vergangen ist. Viele Menschen konnten die Erde verlassen und leben nun auf Raumstationen im All, auf denen ein komfortables Leben möglich ist. Murphy, inzwischen über 90 Jahre alt, befindet sich auf einer anderen Station. Als Cooper sie besucht, liegt sie auf dem Sterbebett, umgeben von ihren Nachkommen. Cooper erhält die Gelegenheit, sich von ihr zu verabschieden. Murphy legt ihm nahe, zu Amelia zu fliegen, die nun allein auf Edmunds' Planeten wartet. Cooper besteigt deshalb, ohne Erlaubnis, mit dem reaktivierten TARS ein Raumschiff.

Die letzte Einstellung zeigt Amelia ohne Schutzhelm in einer kargen Landschaft an Edmunds’ Grab. Im Hintergrund steht eine kleine, funktionierende Station.

Produktion

Regie, Drehbuch und Cast

2007 startete Steven Spielberg das Science-Fiction Projekt Interstellar. Neben Lynda Obst als Produzentin und dem Astrophysiker Kip Thorne als Executive Producer engagierte er Jonathan Nolan als Drehbuchautor. Spielberg wollte Interstellar zunächst selbst inszenieren,[9] 2009 wechselte er jedoch mit DreamWorks von Paramount zu Disney und das Projekt brauchte einen neuen Regisseur. Jonathan Nolan macht sich für seinen Bruder Christopher stark, welcher 2012 diese Rolle offiziell übernahm. Zudem ergänzte Christopher Nolan das Drehbuch um eigene Ideen, insbesondere im Mittelteil und am Ende. Der Fokus wurde mehr auf die Menschheit, welche sich gegen die Natur behaupten muss, gelegt.[10][11] Die Hauptrollen wurden mit Matthew McConaughey, Anne Hathaway sowie Jessica Chastain besetzt.[12][13] Auch Michael Caine, welcher in den letzten fünf Filmen von Nolan stets mitgewirkt hatte, trat für Interstellar erneut vor die Kamera.[14][15]

Dreharbeiten

Der Svínafellsjökull-Gletscher

Die Dreharbeiten begannen am 13. August 2013 in Alberta, Kanada.[16] Zusätzlich wurde in Island am Svínafellsjökull-Gletscher sowie an mehreren Orten in Kalifornien gedreht.[17] Da Wally Pfister, Nolans Kameramann bei jedem Film seit Memento, mit seinem Regiedebüt für Transcendence beschäftigt war, wurde stattdessen Hoyte van Hoytema engagiert. Für den Dreh wurden 35-mm-Kameras und 70-mm-IMAX-Kameras eingesetzt.[18] Im Dezember 2013 wurden die Dreharbeiten beendet.[19]

Visuelle Effekte

Für die visuellen Effekte war die Firma Double Negative verantwortlich, mit denen Nolan unter anderem bereits in Inception und The Dark Knight zusammenarbeitete. VFX Supervisor war Paul Franklin und VFX Producer Ann Podlozny. Die visuellen Darstellungen des Schwarzen Lochs waren insbesondere für Wissenschaftler interessant. Das Team um Paul Franklin, Oliver James und Eugénie von Tunzelmann entwickelten, gemeinsam mit Kip Thorne, ein spezielles Programm namens Double Negative Gravitational Renderer (DNGR). Mit DNGR war es möglich, Schwarze Löcher im Film besonders realitätsnah zu visualisieren.[20] In ihrem Aufsatz Gravitational Lensing by Spinning Black Holes in Astrophysics, and in the Movie Interstellar (englisch für: Gravitationslinseneffekt durch rotierende Schwarze Löcher in der Astrophysik und im Film Interstellar) beschreiben sie den physikalischen Hintergrund des Schwarzen Lochs Gargantua und wie die Szenen für den Film berechnet worden sind.[21]

Musik

Wie bei der The-Dark-Knight-Trilogie und Inception komponierte Hans Zimmer die musikalische Untermalung zu Interstellar. Im Juni 2013 hatte er erste Stücke fertiggestellt.[22] Zimmer komponierte den Soundtrack, ohne das Drehbuch gelesen zu haben. Er hatte nur einen von Nolan verfassten Text erhalten, durch den seine Kreativität gesteigert werden sollte. „Die eine Seite, die Chris an diesem Tag für mich schrieb, hatte eigenartigerweise kaum etwas mit dem Film zu tun. Es war ein sehr persönlicher Text, der eher auf meine eigene Geschichte abzielte. Er weiß, wie er mich berühren kann“, so Zimmer.[23]

Synchronisation

Die deutsche Synchronfassung wurde durch die Film- & Fernseh-Synchron GmbH (FFS) erstellt, die Dialogregie übernahm Tobias Meister.[24]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Cooper Matthew McConaughey Benjamin Völz
Dr. Amelia Brand Anne Hathaway Marie Bierstedt
Romilly David Gyasi Dennis Schmidt-Foß
Doyle Wes Bentley Robin Kahnmeyer
Murphy, jung Mackenzie Foy Léa Mariage
Murphy, Erwachsene Jessica Chastain Manja Doering
Getty Topher Grace Timmo Niesner
Grandpa Donald John Lithgow Jürgen Kluckert
Tom, Erwachsener Casey Affleck Tim Sander
Prof. Brand Michael Caine Jürgen Thormann
Williams William Devane Reinhard Kuhnert
Dr. Mann Matt Damon Simon Jäger
CASE Josh Stewart, Stimme Torsten Sense
TARS Bill Irwin, Stimme Frank Röth

Hintergrund

Themen und Motive

Christopher und Jonathan Nolan haben in ihrem Film die Ursache für den Niedergang der Erde nicht näher erklärt. Jedoch brachten sowohl Journalisten sowie der Schauspieler Michael Caine den Klimawandel als Grund für die Veränderungen der Lebensbedingungen zur Diskussion.[25][26] Der Zeitraum der Handlung wird im Film nicht benannt, lässt sich jedoch auf die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts eingrenzen.[27][28]

In Interstellar wird das Gedicht Do not go gentle into that good night von Dylan Thomas (deutsche Übersetzung: „Geh nicht gelassen in die gute Nacht“) mehrmals zitiert. Es dient sowohl für die Figuren von Cooper und seiner Tochter Murphy als auch Prof. Brand und dessen Tochter Dr. Amelia Brand als ein Leitmotiv, das ihre jeweiligen Bestrebungen verdeutlichen. Zugleich steht Do not go gentle into that good night für den Pioniergeist der Menschheit, sich gegen das scheinbar unvermeidliche Ende des Daseins zu erheben.[29]

Kip Thorne,
Berater und Executive Producer, 2007

Wissenschaftlicher Hintergrund

Bei der Produktion von Interstellar wurde die Filmcrew vom Astrophysiker und späteren Nobelpreisträger Kip Thorne beraten. An seinen Theorien der Gravitationswellen sowie den Möglichkeiten der Raumfahrt mit Hilfe von Wurmlöchern orientierten sich die Nolan-Brüder bei Interstellar. Thorne agierte darüber hinaus im Filmprojekt als Executive Producer.[30] Zudem wurde das schwarze Loch Gargantua mithilfe der Berechnungen von Kip Thorne visualisiert.[21]

Thorne war darauf bedacht, dass die Inhalte des Films einen wissenschaftlichen Ursprung haben. So wird in Interstellar beispielsweise die derzeit einzige physikalische Möglichkeit von Zeitreisen durch Zeitdilatation genutzt.[31] Ein weiteres Beispiel ist, dass im Gegensatz zu manch anderen Science-Fiction-Filmen die nicht vorhandene Schallübertragung im Vakuum korrekt berücksichtigt wird. Bei Explosionen im Weltraum oder dem Zünden von Steuerdüsen sind keine Geräusche zu hören.

Interstellar greift mit seiner kreativen Freiheit auf Albert Einsteins Theorie der Gravitationswellen zurück. Diese waren 2014 noch nicht messbar nachgewiesen. Das gelang Wissenschaftlern durch das LIGO erst im September 2015.[32] Kip Thorne wurde später gemeinsam mit Rainer Weiss und Barry Barish „für entscheidende Beiträge zum LIGO-Detektor und die Beobachtung von Gravitationswellen“ mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.[33]

Bezüge zu 2001: Odyssee im Weltraum

Interstellar beinhaltet viele Parallelen zu Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum aus dem Jahr 1968. Kubrick musste das Ziel der Crew des gleichnamigen Romans von Arthur C. Clarke leicht anpassen und auf den Jupiter verlegen, weil es ihm technisch nicht möglich war, den Saturn überzeugend darzustellen. Nolan platzierte das Ziel seiner Crew, das Wurmloch, direkt am Saturn.[34] Eine Anlehnung an 2001 ist das Design der Roboter TARS und CASE, welche den Monolithen aus Kubricks Film nachempfunden wurden. Zeitgleich erfüllen die Monolithen und die Roboter ähnliche Aufgaben und helfen den Figuren ihre derzeitige Situation besser zu verstehen und voranzukommen. Im Verlaufe des Films wird in Interstellar von den zukünftigen Menschen als fünfdimensionalen Wesen gesprochen. Das kann als Andeutung der Übermenschtheorie von Friedrich Nietzsche verstanden werden, welche inhaltlich durch Also sprach Zarathustra fester Bestandteil von 2001: Odyssee im Weltraum war.

Veröffentlichung

Seine weltweite Premiere hatte Interstellar am 26. Oktober 2014 in Hollywood, drei Tage später fand die Europapremiere in London statt. Einen Tag vor dem regulären weltweiten Start am 6. November wurde der Film in ausgewählten Kinos aufgeführt, die noch in der Lage waren, analoge Projektionen abspielen zu können.[5][35]

Die Heimkinoauswertung auf den etablierten Medien DVD und Blu-ray Disc startete fünf Monate später. Seine deutschsprachige Free-TV-Premiere hatte Interstellar am 30. April 2017 auf ProSieben. Eine Ultra-HD-Auswertung startete im Jahr 2018.[36]

Rezeption

Kritiken

Interstellar erhielt von der internationalen und nationalen Presse viel Beachtung. Die Meinungen der Kritiker unterschieden sich teilweise stark. Während manche ein Meisterwerk sahen und Vergleiche mit Stanley Kubrick zogen, sahen andere einen zwar visuell sehr guten Film, der sich aber an bekannte Muster halte. Einige äußerten Unmut über das Ende des Films und beanstandeten Logiklöcher.

In der Top-250-Liste der IMDb lag der Film Mitte Dezember 2020 mit fast 1,5 Mio. Stimmen auf Platz 29 mit einer Durchschnittswertung von 8,6.[37] Rotten Tomatoes weist für den Film 72 Prozent positive Kritiken aus, der Kritikerkonsens dort lautet: „Interstellar repräsentiert mehr vom spannenden, nachdenklich-provozierenden und visuell glänzenden Filmemachen, welches Kinobesucher mittlerweile vom Autor und Regisseur Christopher Nolan erwarten, auch wenn die intellektuelle Reichweite des Films ein wenig seine Fassungskraft überschreitet.“ Die Zuschauerbewertung liegt dagegen bei 86 %.[38] Metacritic verzeichnet auf Basis von 46 Kritiken einen Metascore von 74 von 100 Punkten. Der User-Score liegt bei 8,5 von 10 Punkten.[39]

US-amerikanische und britische Kritiken

Scott Foundas schrieb in Variety, Interstellar sei die „bisher beste Arbeit des Regisseurs“. Ferner lobte er das „Visionäre“ des Films und setzte ihn in eine Reihe mit Der Zauberer von Oz und 2001: Odyssee im Weltraum.[40]

Todd McCarthy vom Hollywood Reporter sah in Interstellar „Nolans persönliche Antwort auf seinen Lieblingsfilm 2001: Odyssee im Weltraum“. Der Film sei voller „wundersamer Bilder und grundlegender Gefühle“, auch wenn nicht alle gleich gut funktionierten.[41]

Das Filmmagazin Empire nahm Interstellar positiv auf. James Dyer empfand den Film als „schlau, verrückt und wunderschön“ und sah in ihm eine Star-Trek-Version von Stephen Hawking. Interstellar sei „eine verblüffende Oper über Raum und Zeit mit Seele, eingerollt in Wissenschaft.“[42]

Kritischer betrachtete Henry Barnes vom Guardian das Werk. So lobte er zwar die „beste Einbettung wissenschaftlicher Theorien in einen Blockbuster“ seit Nolans Inception, kritisierte aber, Nolan habe „bei all seinen Ambitionen“ vergessen, „Spaß an dem Ganzen zu vermitteln“.[43]

Deutsche Kritiken

In der Frankfurter Allgemeine Zeitung stellte Dietmar Dath den „Höhepunkt im bisherigen Schaffen des Autors und Regisseurs Christopher Nolan“ fest, vergleicht Interstellar mit Werken wie 2001: Odyssee im Weltraum oder Solaris und stellte ihn auf eine Stufe.[44]

Sebastian Handke lobte im Tagesspiegel insbesondere die starken Bilder und die Visualisierung der Relativität von Zeit. Er attestierte Nolan, aus seinen Mitarbeitern Höchstleistungen herauszuholen, wie etwa bei Hans Zimmer. Jedoch beanstandete Handke, dass man regelmäßig von „kleinlich-steifen Erklär-Dialogen“ eingeholt wird, was man eher in einer alten Star-Trek-Folge erwarten würde. Zudem sei das Finale „ein Sturz aus der fünften Dimension in die Eindimensionalität des modernen Blockbusterkinos.“[45]

Für die Süddeutsche Zeitung sah Tobias Kniebe „das große Staunen, der quasi-psychedelische Trip. Der einen dann auch wirklich packt und einsaugt mit der Kraft eines gewaltigen schwarzen Lochs.“ Zudem hielt er Nolan zugute, dass er es versucht hat, die Einsamkeit im Weltraum zu skizzieren und „darin unterscheidet sich sein Film von fast allem, was das Weltraumgenre bisher hervorgebracht hat.“ Die „logischen Wurmlöcher, die zum Ende hin auch den Plot von Interstellar durchziehen“ konnte Kniebe verzeihen. Störend war jedoch „der finale Drang, kein Ende der Geschichte lose zu lassen, auch das letzte Rätsel in einer Weise aufzulösen.“[46]

Gregor Wossilus vom Fernsehmagazin Kino Kino nahm den Film zwiespältig auf. Er sah „ein zumindest visuell ausgesprochen starkes Weltraumabenteuer“ und auch die Actionmomente und Effekte seien packend. Wossilus sah die „hochphilosophischen Ansätze“ in ein „typisches Unterhaltungs-Sci-Fi-Szenario“ eingebettet, das klar den Regeln des Genres folge. Weiterhin schrieb der Kritiker, dass das Finale an Logik zu wünschen übrig lasse. Wie auch bei The Dark Knight und Inception empfand Gregor Wossilus Interstellar als „Hochglanz-Unterhaltungskino, das tiefgründiger sein will, als es am Ende ist“.[47]

In der deutschen Filmzeitschrift epd Film urteilt Frank Schnelle, dass das Problem von Interstellar „im großen dramaturgischen Bogen“ liegt, „den Nolan und sein Bruder Jonathan diesmal zu sehr überfrachten.“[48]

Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat wertvoll. In der Begründung heißt es: „In seinem Anspruch nimmt sich der Autor und Regisseur in den Augen der Jury sehr viel vor Die Komplexität des Themas, seine Aufbereitung, die Länge des Films und die teils überraschenden Wendungen stellen sicherlich eine große Herausforderung für den Zuschauer dar.“[49]

Einspielergebnis und Zuschauerzahlen

Bei einem geschätzten Produktionsbudget von 165 Millionen US-Dollar konnte Interstellar zunächst im Jahr 2014 ungefähr 677 Mio. US-Dollar weltweit an den Kinokassen einspielen. Dabei wurden 188 Mio. im Domestic Market (USA und Kanada) sowie weitere 489 Millionen in den internationalen Märkten eingespielt.[50] Von dem weltweiten Gesamteinspielergebnis wurden 26 Mio. US-Dollar im D-A-CH-Raum erwirtschaftet.[50]

Interstellar wurde im Erscheinungsjahr 2014 in Deutschland von 1,7 Millionen, in Österreich von 180.000 und in der Schweiz von 230.000 Kinobesuchern gesehen.[51][52][53]

Im Zuge der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 wurden die Kinostarts vieler großer Filmproduktionen verschoben. Kinos zeigten verstärkt ältere Produktionen. Interstellar konnte im Jahr 2020 weltweit 24 Mio. US-Dollar einspielen und sein damaliges Einspielergebnis auf über 702 Mio. US-Dollar anheben.[7]

Auszeichnungen

Interstellar wurden über 40 Auszeichnungen verliehen und über 140 weitere Nominierungen zugesprochen. Einheitlich wurde die visuelle Umsetzung sowie die musikalische Untermalung des Films hervorgehoben. So erhielt Interstellar einen Oscar sowie British Academy Film Award in der erstgenannten Kategorie. Weiterhin wurde Hans Zimmer für seine Komposition sowohl für den Oscar, den Golden Globe Award, den British Academy Film Award und den Grammy nominiert. Die nachfolgende Auflistung stellt eine Auswahl der bekanntesten Preise und Nominierungen dar.[8]

Oscarverleihung 2015

Golden Globe Award 2015

British Academy Film Awards 2015

Saturn Award 2015

Empire Award 2015

Literatur

Weblinks

Commons: Interstellar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Interstellar. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Oktober 2014 (PDF; Prüf­nummer: 148 011 K).
  2. Alterskennzeichnung für Interstellar. Jugendmedien­kommission.
  3. Christopher Nolan’s ‚Interstellar‘ to Be Paramount-Warner Bros Co-Production and Joint Distribution. In: deadline.com. 8. März 2013, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  4. Ben Guarino: Three Americans win Nobel Prize in physics for gravitational wave discovery. In: The Washington Post. 3. Oktober 2017, abgerufen am 15. Dezember 2020.
  5. a b Starttermine für Interstellar. Internet Movie Database, abgerufen am 15. Dezember 2020.
  6. Neuer deutscher Trailer zu Christopher Nolans "Interstellar" mit Matthew McConaughey. In: filmstarts.de. 5. August 2014, abgerufen am 23. März 2018.
  7. a b Interstellar 2020 Re-release. Box Office Mojo, abgerufen am 15. Dezember 2020 (englisch).
  8. a b Interstellar - Awards. In: IMDb. Abgerufen am 30. Januar 2021.
  9. Scott Huver: Jonathan Nolan Reflects on Almost Making 'Interstellar' With Spielberg. In: Comic Book Resources. 5. November 2014, abgerufen am 14. März 2021.
  10. Jeff Jensen: Inside 'Interstellar,' Christopher Nolan's emotional space odyssey. In: EW.com. 16. Oktober 2010, abgerufen am 5. März 2021.
  11. Jay Fernandez: Spielberg, Nolan plan sci-fi project. In: Los Angeles Times. 24. März 2007, abgerufen am 27. Dezember 2020.
  12. Matthew McConaughey bestätigt Hauptrolle in Christopher Nolans Sci-Fi-Epos „Interstellar“. In: filmstarts.de. 3. April 2013, abgerufen am 6. Oktober 2014.
  13. „Interstellar“: Anne Hathaway steht erneut für Christopher Nolan vor der Kamera. In: filmstarts.de. 10. April 2013, abgerufen am 6. Oktober 2014.
  14. Michael Caine für Christopher Nolans Sci-Fi-Epos „Interstellar“ bestätigt. In: filmstarts.de. 4. Mai 2013, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  15. Casey Affleck übernimmt Rolle in Christopher Nolans Sci-Fi-Thriller „Interstellar“. In: filmstarts.de. 21. Juni 2013, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  16. Christopher Nolan dreht wieder: Produktion vom Sci-Fi-Thriller „Interstellar“ hat begonnen. In: filmstarts.de. 13. August 2013, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  17. Interstellar (2014) filming & Production. In: IMDB. Abgerufen am 30. Dezember 2020.
  18. „Interstellar“ wird groß: Christopher Nolan setzt für Dreharbeiten auf IMAX-Kamera in luftiger Höhe. In: filmstarts.de. 19. November 2013, abgerufen am 9. Oktober 2014.
  19. Star of Christopher Nolan’s ‚Interstellar‘ notes film’s ‚major scope‘. In: latimes.com. 19. Dezember 2013, abgerufen am 9. Oktober 2014 (englisch).
  20. "Interstellar": Wenn aus Fiction Science wird. In: DerStandard. Abgerufen am 13. Februar 2015.
  21. a b Oliver James, Eugénie von Tunzelmann, Paul Franklin, Kip S. Thorne: Gravitational lensing by spinning black holes in astrophysics, and in the movie Interstellar. In: Classical and Quantum Gravity. Band 32, Nr. 6. IOP Publishing, 13. Februar 2015, doi:10.1088/0264-9381/32/6/065001.
  22. Hans Zimmer macht die Musik zu Christopher Nolans „Interstellar“ und arbeitet bereits dran. In: filmstarts.de. 3. Juni 2013, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  23. Nicht einmal Hans Zimmer kennt Plot von Interstellar. In: moviepilot.de. 7. April 2014, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  24. Interstellar. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 26. November 2014.
  25. Catherine Shoard: How Interstellar made Michael Caine think again about climate change. In: The Guardian. 29. Oktober 2014, abgerufen am 22. Dezember 2020.
  26. Thomas Klingenmaier: Die letzte Flüchtlingswelle. In: Stuttgarter Zeitung. 6. November 2014, abgerufen am 22. Dezember 2020.
  27. Dirk Lorenzen: „Interstellar“ und kosmische Visionen. In: Deutschlandfunk. 8. Februar 2015, abgerufen am 5. März 2021.
  28. Michael Bendix: Interstellar. In: Kulturnews. 6. August 2015, abgerufen am 5. März 2021.
  29. Ruth Klüger: Dylan Thomas: „Die gute Nacht“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 5. Januar 2018, abgerufen am 15. Dezember 2020.
  30. Ralf Nestler: „Wurmlöcher sind möglich“. In: Tagesspiegel. 5. Dezember 2014, abgerufen am 15. Dezember 2020.
  31. Jean-Pierre Luminet: The Warped Science of Interstellar. Hrsg.: Aix-Marseille Université. Marseille 2015, S. 9.
  32. Dagny Lüdemann, Frank Grotelüschen und Max Rauner: Die Gravitationswellen sind nachgewiesen. In: Zeit Online. 11. Februar 2016, abgerufen am 5. März 2021.
  33. Nobelpreis für Physik 2017. Abgerufen am 3. Oktober 2017.
  34. „Lautlos im Weltraum“. In: Wissenschaft.de. 16. April 2013, abgerufen am 6. Februar 2021.
  35. Pamela McClintock: How Christopher Nolan’s Crusade to Save Film Is Working. In: hollywoodreporter.com. 10. Januar 2014, abgerufen am 4. November 2014 (englisch).
  36. Interstellar (2014). OFDb.de, abgerufen am 15. Dezember 2020.
  37. Interstellar (2014). In: imdb.com. Abgerufen am 15. Dezember 2020.
  38. Interstellar (2014). Rotten Tomatoes, abgerufen am 6. April 2019.
  39. Inception reviews at Metacritic.com. Metacritic, abgerufen am 6. März 2021 (englisch).
  40. Scott Foundas: Film Review: ‚Interstellar‘. In: variety.com. 27. Oktober 2014, abgerufen am 31. Oktober 2014 (englisch).
  41. Todd McCarthy: Christopher Nolan aims for the stars in this brainy and gargantuan sci-fi epic. In: hollywoodreporter.com. 27. Oktober 2014, abgerufen am 31. Oktober 2014 (englisch).
  42. James Dyer: Interstellar Review. In: Empire Online. Abgerufen am 12. März 2021.
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Der präsentierte Inhalt des Wikipedia-Artikels wurde im 2021-03-27 basierend auf extrahiert https://de.wikipedia.org/?curid=8396990